29.12.2007
Bis 9 Uhr haben wir faul im Bett gelegen. Kurz nach 10 Uhr stürzen wir
uns wieder ins Getümmel (Busfahrt nach Grasgehren). Gott sei dank sind
zwei Busse gleichzeitig unterwegs und wechseln sich bei den Haltestellen
ab. So hat jeder seinen Sitzplatz. In Grasgehren angekommen laufen wir
den Winterwanderweg zur Mittel-Alpe (1420 m hoch). Der Weg ist breit und
schön planiert. Fast eine Stunde laufen wir durch den Winterwald. Wie wir
später erfahren, hat die Alp-Hütte diese Wintersaison das erste Mal geöffnet.
Das merkte man an der Bedienung, sehr nett, aber ziemlich überfordert.
Sie haben wohl nicht mit soviel Andrang gerechnet.
Wir ergattern ein schönes windgeschütztes Eckchen an der Hütte und genießen die Sonne und das herrliche Panorama. Bis nach Balderschwang können wir schauen, so klar ist heute die Sicht. Goulaschsuppe und in Röstzwiebeln geschmelzte Maultaschen versüßen uns das Sonnenbaden. Knapp 2 Stunden bleiben wir sitzen, bis wir wieder den Rückweg einschlagen. An der Bushaltestelle müssen wir nicht lange auf den Bus warten, allerdings ist er diesmal bis auf die letzten beiden Stehplätze besetzt - und die bekommen wir. Es wird eine lustige Rückfahrt, ein Mädchen (13 Jahre) hat Geburtstag und bekommt vom ganzen Bus ein Geburtstagsständchen. Einerseits freut sie sich, andererseits war es ihr aber auch peinlich. Schee wars trotzdem.
Der Stellplatz ist mittlerweile voll, 20 Womos stehen auf dem Platz. Eins
sogar so, dass wir, wenn wir wegfahren wollten, nicht könnten. Herr Schmid
(der Stellplatzbetreiber) sagt dem Fahrer aber Bescheid, dass wir morgen
früh fahren wollen. Der Aufenthaltsraum ist fast fertig, Tilly und ihre
Mädels legen letzte Hand an. Wir bekommen einen Schnaps zum Abschluss und
versprechen nächstes Jahr wiederzukommen (allein oder mit ner Truppe).
Zum Abendessen wollen wir nochmal in die Hirschsprungstuben, aber die sind
bis auf den letzten Sitzplatz reserviert. So landen wir in den Allgäuer
Stuben und auch dort ist das Essen lecker. Hier gibt's sogar Zötler Korbinian
Dunkel vom Faß - was will man (frau) mehr.
Der letzte, aber sehr schöne, Urlaubstag ging viel zu schnell vorbei. Ich
schreibe meinen Bericht und Bernd schläft fern. |